Satiren, Pop und Impro

Inzwischen ist es schon der zwölfte Abend dieser Kleinkunst-Reihe, der den bewährten Mix aus Wort, Musik und Darstellung bietet, präsentiert von Hans-Martin Sänger, der auch für eigene Texte und Songs gut ist. Am 17. Mai 2019 (Freitag, 19.30 Uhr) geht das Ereignis im Foyer des Ortsamtes, Leher Heerstraße 105-107, über die Bühne.

Das gesprochene Wort kommt von einem Satiriker. Markus Tönnishoff, im Brotberuf Redakteur beim Weser-Kurier, liest kurze Geschichten, die ihren Ursprung zwar im genauen Beobachten der Wirklichkeit haben, diese dann aber skurril verfremden und satirisch auf die Spitze treiben. ›Drücken Sie die 1, wenn Sie gerade überfallen werden‹, rät der Polizeicomputer dem Anrufer in Not; und die brennenden Fragen, welche Rolle Hamster bei der Bundeswehr und Affen bei der Geldanlage spielen, werden ebenfalls beantwortet.

Das Duo Mrs Zambesi besteht aus der Sängerin Claudia Beckerath und dem Gitarristen Arne Hollenbach. Die beiden interpretieren Songs der Beatles, Sting und weitere gern gehörte Oldies; sie haben aber auch Geroge Gershwin im Programm. Ihre Art des Vortrags hat einen ganz eigenen Ton, pendelt zwischen Pop, Jazz und Folk und macht dem Publikum die bekannten Songs auf eine neue, reizvolle Art zugänglich. Kleine Showelemente runden den Vortrag ab.

Neu formiert hat sich das Ensemble wahrhaftig !, teilweise hervorgegangen aus dem Improtheater Bremen, das in der Vergangenheit viele unserer Kleinkunstabende bereichert hat. Improvisationstheater ist Schauspiel ohne Sicherheitsnetz. Die Akteure agieren aus dem Stegreif, sie haben keine festen Stücke und auch kein Bühnenbild, sondern verlassen sich voll und ganz auf die Inspiration des Augenblicks und den Kontakt zum Publikum. Die Zuschauer nämlich liefern ›in Echtzeit‹ die Stichworte, nach denen gespielt wird, zum Beispiel einen Ort, einen Beruf oder ein Gefühl. Und aus diesen Vorgaben entsteht dann bei jeder Vorstellung etwas Anderes: mal eine berührende Geschichte, mal eine absurde Performance, oft eine Lachnummer, immer jedoch lebendiges Theater.

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