Literatur trifft Kleinkunst

Zum neunten Mal treffen in der Villa Ichon (Goetheplatz 4) am 18. September 2018 (Dienstag, ab 19.30 Uhr) Kleinkünstler und Literaten aufeinander. Hans-Martin Sänger moderiert.

Die Autorin Ulrike Kleinert bekam 2006 das Autorenstipendium des Bremer Senats. Sie schreibt Prosa, Ge- dichte und bisweilen auch Kinderbücher. Ihre Texte sind aus dem Alltag gegriffen, verfremden ihn aber oft mit einer bezaubernden Fantasie. Gegenstände wie ein Ei oder auch eine Rikscha können geradezu ein magi- sches Eigenleben entwickeln, ohne die Welt des Noch-Möglichen dabei zu verlassen.

Anja Ulbig, Mitglied im Krimi-Stammtisch und der Schreibgruppe ›Literaturpost‹, gewann für ihre literarischen Arbeiten bereits mehrere Preise. Ihre sprachlich präzisen Geschichten handeln nicht selten von den dunklen, unheimlichen Urgründen, aus denen sich der nur scheinbar so normale Alltag speist. Trotzdem wirken ihre Storys nicht düster, sondern spannend, und bisweilen wechseln sie gar ins satirische Fach.

Der Lyriker Rolf Wargalla führt die Tradition absurder Tiergedichte (Christian Morgenstern, Heinz Erhard)
fort und hat einen beachtlichen Teil seines dichterischen Werkes einem treuen, wenn auch oft im Untergrund leben- den Begleiter der Menschen gewidmet: dem Bandwurm. Natürlich darf (und wird) gelacht werden; der eine oder andere Ausflug ins Nachdenkliche, Fast-Philosophische ist aber keineswegs ausgeschlossen.

Für die musikalische Unterhaltung sorgt ein Liedermacher. Werner Winkel, der auch Frontmann der Folk- band ›Fiddle for Fun‹ ist und gerne mit Reinhard Mey verglichen wird (dessen Lieder er bisweilen mit einbaut), be- gleitet sich auf der Gitarre. Seine Songs decken ein breites Spektrum ab: Sie können zeitkritisch sein und nah am Alltag, aber auch wehmütig, romantisch, liebevoll oder mild-ironisch.

Aronax schließlich ist ein Zauberer, der trotz seiner noch jungen Jahre bereits zahlreiche Preise einheimsen konnte – unter anderem darf er sich ›Deutscher Jugendmeister der Kartenkunst‹ nennen. Mit seinem Charme, seiner Begeisterungsfähigkeit, einer milden Selbstironie und natürlich seinen perfekten Illusionen wird Aronax einen Zauber über die ›Glanzlichter‹ legen.

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