Zum 62. Mal

Zum 62. Mal geht am 1. September 2018 (20 Uhr) der Hemelinger Kleinkunstabend im Bürgerhaus über die Bühne. Hans-Martin Sänger präsentiert wie immer die bewährte Mischung aus Musik, Wort und  Spiel. Zudem stellt er diesmal einige seiner Songs zum Keyboard vor. In ihnen bilden fröhlich-rockige Melodien und bissig-pessimistische Texte einen eigenwilligen, aber spannenden Kontrast.

Das gesprochene Wort kommt von einem Satiriker. Markus Tönnishoff, im Brotberuf Redakteur beim Weser-Kurier, liest kurze Geschichten, die ihren Ursprung zwar im genauen Beobachten der Wirklichkeit haben, diese dann aber skurril verfremden und satirisch auf die Spitze treiben. ›Drücken Sie die 1, wenn Sie gerade überfallen werden‹, rät der Polizeicomputer dem Anrufer in Not; und die brennenden Fragen, welche Rolle Hamster bei der Bundeswehr und Affen bei der Geldanlage spielen, werden ebenfalls beantwortet.

Der Musiker Luca bedient das Kultinstrument der australischen Ureinwohner, das Didgeridoo – doch gleichzeitig setzt er seine Stimme mit Geräuschen, Obertönen und Gesang ein. Und, als wäre das nicht schon genug an Gleichzeitigkeit, schlägt er auch noch die Afrikanische Trommel dazu und lässt zusätzlich bei manchen Stücken die Shruti-Box (ein indisches Instrument) mitklingen. Alles in allem eine virtuose und sehr rhythmische Darbietung, die schon mehr als ein Publikum in Begeisterung versetzt hat.

Silke Schirok schließlich bietet Jonglage der ungewöhnlichen Art. Die Künstlerin, die ihre Ausbildung und auch zahlreiche Auftritte in den Niederlanden und Großbritannien hatte, beeindruckt durch ihre enorme Vielseitigkeit. Sie tanzt, erzählt, wirbelt mit Hula-Reifen, lässt das Diabolo springen und spielt gleichzeitig Akkordeon. Und wer die Heisenbergsche Unschärferelation (!) bisher nicht so ganz begriffen hat, dem wird sie mittels eines ›Jonglage-Vortrags‹ wenn nicht verständlich gemacht, so doch anschaulich vor Augen geführt. Man darf gespannt sein.

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