Ein zauberhafter Abend

Der dritte Abend, den der Arbeitskreis Kleinkunst in der Christuskirche der Evangelisch-methodistischen Gemeinde in Vegesack auf die Bühne bringt, hat am 22. Juni 2019 (Beginn 19.30 Uhr) ein nicht nur hochkarätiges, sondern auch ungewöhnliches Programm. Hans-Martin Sänger wird den Mix aus Musik,
Wort und Darstellung wie gewohnt moderieren.

Der literarische Teil wird diesmal nicht gelesen, sondern erzählt. Karin Ledig hat sich als freie Märchen- erzählerin einen Namen gemacht. Ihre Geschichten richten sich in ihrer Mehrzahl an Erwachsene. Sie können romantisch sein, in fremde Welten entführen, vom Glück erzählen, Mut machen und dem Alltag Impulse geben. Sie können aber auch eine deutliche satirische Note haben, oft und gerade dann, wenn das uralte Thema Mann und Frau in ihnen mehr als nur durchschimmert.

Besonders reizvoll ist, dass Karin Ledig diesmal nicht alleine auftritt, sondern sich musikalisch begleiten lässt. Harfenmusik wird ihre Geschichten umrahmen. Sólveig Thoroddsen Jónsdóttir war schon als Kind von der Harfe fasziniert und hat später ihre Heimat Island verlassen, um die verschiedenen Facetten des Harfenspiels (neukeltische, historische und Pedalharfe) angemessen studieren zu können. Inzwischen unterrichtet sie selber dieses Instrument – und zwar in Bremen Nord!

Seit über dreißig Jahren gibt es den Bremer Barbershopchor Singsation. Vom reinen Männerchor hat er sich zum gemischten Chor gewandelt, ist aber immer noch der Barbershop-Music verpflichtet. Dieser A-cappella- Gesang, der in den Frisiersalons des alten Nordamerika entstanden sein soll, setzt traditionelle Lieder, aber gerne auch bekannte Popsongs in ein stimmlich sehr dichtes Arrangement, so dass man an den schönen menschlichen Stimmen seine helle Freude haben darf. Chorleiter ist seit einigen Jahren Washington de Oliveira, Wahlbremer aus Brasilien.

Und falls dieser Abend noch nicht ›magisch‹ genug sein sollte: Verzaubern lassen werden wir uns auch.
Tim Jantzen aus Heilshorn ist noch ein recht junger Mann, steckt aber mit seinen professionell dargebotenen Tricks, seiner Selbstironie und seinem Eingehen aufs Publikum manch älteren Kollegen in die Tasche. Er zaubert mit Tüchern, mit Seilen, mit Karten und steuert konsequent auf den gruseligen Höhepunkt seiner Show zu: Eine Guillotine im Kleinformat, mit der man Gurken und Möhren gleichzeitig durchtrennen kann, möglicher- weise aber auch den Unterarm eines hilflosen Zuschauers ...

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