Premiere in Vegesack

Der Arbeitskreis Kleinkunst, in vielen Bremer Stadtteilen aufgrund seiner Kleinkunstveranstaltungen bekannt, streckt erstmalig seine Fühler nach Bremen Nord aus. In der Christuskirche der evangelisch-methodistischen Gemeinde in Vegesack gibt es dort am 15. September 2018 den ersten Abend (Beginn 19.30 Uhr). Hans- Martin Sänger wird den bewährten Mix aus Musik, Wort und Spiel moderieren und ggf. auch mit dem einen und anderen satirischen Eigenbeitrag bereichern.

Das gesprochene Wort kommt von Anja Ulbig. Die Autorin, Mitglied im Krimi-Stammtisch und der  Schreib- gruppe Literaturpost, gewann für ihre literarischen Arbeiten bereits mehrere Preise. Ihre sprachlich präzisen Geschichten handeln nicht selten von den dunklen, unheimlichen Urgründen, aus denen sich der nur scheinbar so normale Alltag speist. Trotzdem wirken ihre Storys nicht düster, sondern spannend, und bisweilen wechseln sie gar ins satirische Fach.

Für die Musik konnte eines der besten A-cappella-Ensembles der Umgebung gewonnen werden. Die Lazy Loops, ein gemischtes Jazz-und-Pop-Quartett aus Achim und Bremen, kommen in der klassischen Besetzung Bass-Tenor-Alt-Sopran und bringen ein buntes Repertoire, das von Mendelssohn-Bartholdy über Cole Porter und die Beatles bis hin zu Rammstein (!) reicht. Originelle Arrangements, gute Stimmen und der eine oder andere witzige Einfall beim Präsentieren des Ganzen lassen im Publikum regelmäßig allerbeste Laune aufkommen.

Etwas fürs Auge ist der Auftritt von Trio Mio , das der Tänzer und Akrobatiktrainer Martin Bogus zusammen mit Merle Freund und Paul Wallner gebildet hat. Das Trio bietet eine mitreißende Show aus Jonglage, Diabolo- spiel, Akrobatik und ein wenig Poesie, mit vertrauten und gerne gesehenen  Elementen des Genres und doch abseits vom Mainstream. Nicht selten entsteht auf diese Weise sogar eine zusammenhängende Geschichte in den Köpfen des Publikums, so beispielsweise über den Traum vom Fliegen.

Abgerundet wird der Abend durch eine rhythmische Performance. Toparek aus Osterholz-Scharmbeck beherrscht das Spiel auf seinen drei Congas meisterhaft und hat schon viele Kleinkunstabende mit seinen kurzen, aber fulminanten Einlagen angereichert. Mal wild und aufbäumend, mal einlullend, beinahe zärtlich und bisweilen sogar akrobatisch: Der Musiker hat noch jedes Mal lang anhaltenden Beifall für seine Darbietung bekommen.

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